master of everything

master of none

Aziz Ansari, bekannt als ‚Tom Haverford‘ aus Parks and Recreation, hat zugeschlagen. In seiner neuen Serie „Master of none“ spielt er Dev, einen amerikanischen Schauspieler indischer Abstammung. In 10 45-minütigen Miniaturen erzählt er Geschichten aus dessen Alltag in New York.
Master of none‚ ist stark untertrieben. Denn so wie ich lassen sich immerhin viele Millionen Amerikaner gern von dem Einwanderersohn gebürtig indischer Eltern unterhalten. Und das kann er gut, der kleine. Entwickelt hat Aziz die Serie zusammen mit Alan Yang, mit dem er bereits bei Parks and Rec zusammengearbeitet hat.

Wortspiel als Titel bei Master of none

Master of None-Star Aziz Ansari
Master of None-Star Aziz Ansari
Bild von David Shankbone [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], from Wikimedia Commons
Der Titel „master of none“ ist ein Wortspiel mit dem Ausdruck „Jack of all trades, master of none“ – zu deutsch etwa Kenner aller Themen, Meister von keinem.

Was mir zunächst aufgefallen ist, ist die sehr cineastische Umsetzung, nicht nur in Bezug auf das extrem anamorphotische Bildformat, sondern auch der gekonnte Einsatz von Stilmitteln wie z.B. Kamerafahrten.

Als ich im Vorspann las, dass manche der Episoden von Eric Wareheim regiert wurden, hatte ich die Befürchtung, dass da irgendwas trashiges bei rauskommt, analog zu ‚Tim & Eric’s Bedtime Stories‘ oder gar die gefürchtete ‚Tim and Eric Awesome Show, Great Job!‘. Aber Eric Wareheim, der auch vor der Kamera mitspielt, ist stilistisch nicht vom roten Faden abgewichen, und hat sehr schöne, geistreiche Werke (mit-)geschaffen.

Womit wir beim Aufwand wären. Der Abspann einer solchen Show listet gefühlt 100 Personen auf, die an der Episode mitgewirkt haben. Das ist, vorausgesetzt, alle werden für ihre Arbeit bezahlt, ein ganz schönes Sümmchen. Mal zehn (so viele Episoden gibt es bislang) genommen ist schon wieder ein ganz schönes Sümmchen, das da zusammenkam.

Netflix mal wieder

Die Serie wurde von Netflix produziert, herzlichen Glückwunsch, da hatte wohl jemand bei Netflix den richtigen Riecher und hat zugeschlagen, denn Master of none ist nicht nur charmant und technisch hochwertig produziert, sondern hat auch Herz und jede Menge Komik zu bieten. Wer die Möglichkeit dazu hat, dem sei diese Serie sehr ans Herz gelegt, besser bin ich in den vergangenen 12 Monaten nicht unterhalten worden.

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